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Das Geisterhaus, Isabel Allende

Regie: Antú Romero Nunes
Musik: Sergio Pinto

Burgtheater Wien - Das Geisterhaus - Foto: Georg Soulek

Das Geisterhaus – Foto: Georg Soulek

Dies ist die Geschichte der Familie Trueba. Und die Geschichte Chiles im 20. Jahrhundert. Die Geschichte eines Patriarchen und eine Geschichte der Frauen. Eine Generationensaga über eine Zeit gesellschaftlicher Umbrüche.
Die junge Alba begegnet ihrem sterbenden Großvater Esteban Trueba. Im Haus ihrer Ahnen, dem Haus der Geister. Die beiden beginnen, anhand der Tagebücher ihrer Großmutter Clara die Erinnerung Stück für Stück zusammenzusetzen. Esteban erweist sich im Rückblick als Self-made man, der, aus verarmtem Bürgertum stammend, zum unerbittlichen Großgrundbesitzer aufsteigt. Esteban verstößt seine Schwester und vergewaltigt seine Arbeiterinnen. Doch die Frauen schlagen zurück. Die mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestattete Clara verlässt ihn – und seine Tochter Blanca verliebt sich in einen kommunistischen Aufrührer. Trueba kann dies nicht dulden. Als Senator unterstützt er den Militärputsch. Erst als seine Enkelin Alba deportiert und gefoltert wird, erkennt Esteban Trueba, dass er sich möglicherweise geirrt haben könnte.

Isabel Allendes 1982 veröffentlichter Debütroman ist eine turbulente und phantastische Familienchronik und erzählt zugleich von mehr als fünfzig Jahren chilenischer Geschichte – angefangen in den 1920er Jahren bis hin zur Zeit der Militärdiktatur. Er trägt deutlich autobiographische Züge und wurde zu einem Welterfolg.

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